Glossar

Abschreibungen Investitionen sind über ihre volle Nutzungsdauer abzuschreiben, was zur Folge hat, dass der Kaufpreis über mehrere Jahre als Kosten verteilt wird.

Acquisition & Leverage Finance Finanzierung von Unternehmenstransaktionen, die zum Wechsel von Eigentumsverhältnissen führen, wobei Eigen- und Fremdmittel eingesetzt werden.

Ancillary Revenue Zusatzerlöse, die über den Ticketverkauf hinaus erzielt werden.

Anlagenintensität Kennzahl zur Analyse der Vermögensstruktur, die das Verhältnis von Anlagevermögen zu Gesamtvermögen beschreibt.

Assoziertes Unternehmen Unternehmen, das sich nicht unter einheitlicher Leitung bzw. im Mehrheitsbesitz einer Obergesellschaft befindet, auf das jedoch von der Obergesellschaft ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (Beteiligungshöhe über 20 Prozent).

At-Equity-Bewertung Bewertung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, wobei deren anteiliges Eigenkapital und anteiliges Jahresergebnis berücksichtigt werden.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung Prinzipiell können in der Konzern-GuV nur diejenigen Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden, die im Rahmen von Geschäftstätigkeiten mit Konzernfremden entstehen. Aufwendungen und Erträge, die auf interne Leistungsbeziehungen zurückzuführen sind, müssen deshalb im Konzernabschluss eliminiert werden. Darunter fallen Innenumsatzerlöse, Konzernumlagen, aufgrund von Konzernverbindlichkeiten entstehende Zinsaufwendungen und -erträge sowie konzerninterne Ergebnisübernahmen.

CAP Vertragliche Vereinbarung, bei der ein Käufer gegen Zahlung einer Prämie für eine vereinbarte Laufzeit eine garantierte Zinsobergrenze erwirbt. Übersteigt der Marktzins an den einzelnen Zinsfestlegungszeitpunkten für die nächste Zinsperiode diese Grenze, muss der Cap-Verkäufer den Differenzbetrag ausgleichen.

Cashflow Kennzahl für die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens im Rahmen einer Unternehmensanalyse. Sie gibt einen Hinweis darauf, in welchem Maß ein Unternehmen aufgrund seines wirtschaftlichen Umsatzes innerhalb eines Abrechnungszeitraums über flüssige Mittel verfügt.

Corporate Governance Verhaltenskodex, der Richtlinien für eine transparente Leitung und Überwachung von Unternehmen definiert. Er schafft Transparenz, stärkt das Vertrauen in die Unternehmensführung und dient insbesondere dem Schutz der Aktionäre.

Derivate Abgeleitete Finanzinstrumente, deren Bewertung von der Preisentwicklung des jeweiligen Basiswertes – zum Beispiel Aktie, Zinssatz, Devisen oder Waren – abhängt. Termingeschäfte und Optionen sind wichtige Formen derivativer Finanzinstrumente.

Desinvestitionen Abschreibungen, die Ersatzinvestitionen übertreffen und zum Erhalt des Produktionsapparates dienen.

Disagio Unterschiedsbetrag, um den die zurückzuzahlende Summe eines Darlehens höher ist als der ausbezahlte Betrag.

Due Diligence Intensive Analyse und Beurteilung der finanziellen, rechtlichen und geschäftlichen Situation eines Unternehmens einschließlich seiner Risiken und Perspektiven durch externe Spezialisten. Due Diligence bildet die Voraussetzung für die Vorbereitung eines Börsengangs, den Kauf oder Verkauf eines Unternehmens bzw. Unternehmensteilen sowie für Kreditgewährungen oder Kapitalerhöhungen.

DVFA/SG-Ergebnis Standardisierte Ergebnisgröße, die gemeinsam von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlagenberatung (DVFA) und der Schmalenbach-Gesellschaft (SG) entwickelt wurde. Dabei wird das ausgewiesene Ergebnis nach Steuern um die Sondereinflüsse bereinigt, die den Vergleich mit anderen Unternehmen erschweren.

EBIT Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings Before Interest and Taxes).

EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation).

EBITDAR Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingaufwand (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, Amortisation and Rent).

Eigenkapital Kapital, das die Eigentümer an Werten eingebracht haben und das Unternehmen über Jahre als Rücklagen angesammelt hat. Es steht dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung.

Eigenkapitalquote Kennzahl der Kapitalstrukturanalyse, die den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital beziffert. Berechnungsformel: Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme.

Eigenkapitalrendite Verhältnis aus Ergebnis nach Steuern und eingesetztem Eigenkapital.

F+E-Quote Kennzahl für den Anteil der F+E-Aufwendungen (Forschung + Entwicklung) am Umsatz, ausgedrückt in Prozent.

Free Float Aktienanteil einer AG, der nicht in festem Besitz bestimmter Aktionäre ist, sondern sich in Streubesitz befindet.

Geschäfts- oder Firmenwert Unterschied zwischen dem Kaufpreis eines Unternehmens und dessen Reinvermögen (Vermögenswerte abzüglich Schulden).

Gewinnrücklagen Rücklagen, die aus nicht ausgeschütteten Gewinnen angesammelt wurden.

Hedging Kurssicherung: Durch den Kauf bzw. Verkauf von Derivaten (Futures, Optionen, Swaps) können Wertpapierpositionen gegen Kursentwicklungen abgesichert werden.

IFRS/IAS International geltende Rechnungslegungsstandards, welche die Vergleichbarkeit von Konzernabschlüssen weltweit ermöglichen. Dank hoher Transparenz erfüllen sie die Informationserwartungen von Investoren und anderen Adressaten. Die einzelnen Paragrafen der IFRS nennen sich IAS (International Accounting Standards) bzw. die neueren Paragrafen IFRS.

Investitionen Auszahlungen für Gegenstände, die länger als lediglich ein Jahr für die Produktion benötigt werden - von Gebäuden über Maschinen bis zu Computerprogrammen. Investitionen tragen zur Zukunftssicherung von Unternehmen bei und müssen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

Joint-Venture Wirtschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen, in der Regel zeitlich und sachlich begrenzt. Projekte im Rahmen eines Joint-Ventures werden von den beteiligten Partnerunternehmen gemeinsam durchgeführt.

Kapitalkonsolidierung Kapitalverflechtungen, die zwischen den Unternehmen eines Konzerns existieren, müssen im Rahmen des Konzernabschlusses konsolidiert werden. Dabei wird der Beteiligungsbuchwert mit den anteiligen Eigenkapitalbeträgen der Tochterunternehmen verrechnet.

Kaufpreisallokation Kaufpreisverteilung: Nach einer Unternehmensakquisition wird der Kaufpreis auf die einzelnen Vermögenswerte und Schulden verteilt.

Konsolidierung Addition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung – zum Beispiel von Einzelbilanzen der Unternehmen eines Konzerns zur Konzernbilanz.
Konsolidierungskreis Kreis der Konzernunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Latente Steuern Zeitliche Unterschiede beim Steueraufwand in handelsrechtlichen Einzel- und Konzernabschlüssen gegenüber den Steuerrechnungen. Dieser Posten stellt einen sinnvollen Zusammenhang her zwischen dem Unternehmensergebnis und dem damit verbundenen Steueraufwand.

Marktkapitalisierung Ergebnis der Multiplikation von Aktienanzahl und Aktienkurs.

Mergers & Aquisitions (M&A) Vermittlung von Zusammenschlüssen und Aufkäufen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen und die damit verbundene Beratung von Käufern und Verkäufern.

Option Berechtigung zum Kauf bzw. Verkauf eines Optionsgegenstandes von bzw. an einen Vertragspartner (Stillhalter) zu einem vorher fest vereinbarten Preis, zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. in einem bestimmten Zeitraum. Kaufoptionen werden als "Call" bezeichnet, Verkaufsoptionen als "Put".

Projected-Unit-Credit-Methode Methode zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen gemäß IAS 19. Dabei werden – neben den am Stichtag rechtskräftig erworbenen Rentenbeträgen und Anwartschaften – zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Rating Bewertung der Bonität eines Unternehmens. Dabei werden Prognosen getroffen, in welchem Maß ein Unternehmen in der Lage ist, seine Verpflichtungen aus Zins- und Kapitalrückzahlungen zu einem vereinbarten Zeitpunkt zu erfüllen. Die Bewertung berücksichtigt unternehmens- und branchen-spezifische Faktoren sowie landesspezifische Risiken. Ratings sorgen für mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit. Investoren und Gläubiger können dadurch die Risiken einer Finanzanlage realistischer einschätzen.


Rechnungsabgrenzungskosten Zahlungen, die in der Berichtsperiode bereits im Voraus geleistet bzw. erhalten wurden, aber einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Rückstellungen Passivpositionen des Jahresabschlusses, die Auszahlungen bzw. Wertminderungen späterer Perioden als Aufwand der Abrechnungsperiode erfassen. Die genaue Höhe und/oder der Zeitpunkt dieser Positionen steht am Bilanzstichtag nicht fest, aber ihr Eintreten ist hinreichend sicher.

Schuldenkonsolidierung Konsolidierungsmaßnahme, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses durchgeführt werden muss. Dabei sind nicht nur die in der Bilanz ausgewiesenen Positionen, sondern alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten zu berücksichtigen.
Swap Vereinbarung zwischen zwei Unternehmen, zu einem zukünftigen Zeitpunkt Zahlungsströme auszutauschen. Bei einem Zins-Swap werden für einen vereinbarten Nominalbetrag fixe gegen variable Zinszahlungen getauscht.

Umsatzrendite Ergebnis nach Steuern dividiert durch den Umsatz.

Verbundene Unternehmen Der Begriff umfasst die Air Berlin PLC sowie alle Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss eingeflossen sind (siehe Note 35).

Zwischenergebnis-Eliminierung Gewinne und Verluste, die durch Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzernunternehmen entstehen, sind im Rahmen der Konsolidierung des Konzernabschlusses als nicht realisiert anzusehen, solange sie den Konsolidierungskreis nicht verlassen haben. Die Eliminierung von Zwischenergebnissen erfolgt durch die Bewertung der Lieferungen und Leistungen zu einheitlichen Konzernanschaffungs- bzw. -herstellungskosten.


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Xetra 3,55 €  (+1,72 %)
Datum 20.11.2009
Uhrzeit 17:35
ISIN GB00B128C026


 
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